NÜRNBERG – Mit dem Herbst steigt die Gefahr von Atemwegsinfektionen. Die Stadt Nürnberg ruft deshalb die Bevölkerung dazu auf, den eigenen Grippeschutz zu überprüfen und empfohlene Impfungen rechtzeitig wahrzunehmen. Oberbürgermeister Marcus König ließ sich am Dienstag, 13. Oktober 2026, gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Stadtspitze gegen Influenza impfen.
Mit der jährlichen Impfaktion möchte die Stadt auf die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge aufmerksam machen. Besonders ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen können durch eine Grippe schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen erleiden.
„Mit der Grippeschutzimpfung kann jede und jeder einen wichtigen Beitrag zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer leisten“, erklärte Oberbürgermeister König. Er wolle mit gutem Beispiel vorangehen und die Nürnbergerinnen und Nürnberger dazu ermutigen, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen.
Grippe kann schwere Folgen haben
Influenza ist eine akute Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren ausgelöst wird und vor allem die Atemwege betrifft. Anders als eine gewöhnliche Erkältung beginnt eine echte Grippe häufig plötzlich und kann den Körper erheblich belasten.
Zu den typischen Symptomen gehören ein starkes Krankheitsgefühl, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Husten. Bei älteren Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen und anderen Risikogruppen können schwere Verläufe und Komplikationen auftreten.
Eine hohe Impfquote kann dazu beitragen, die Zahl schwerer Erkrankungen zu verringern und das Gesundheitssystem während der Grippesaison zu entlasten. Gleichzeitig schützt eine Impfung nicht nur die geimpfte Person, sondern unterstützt auch den Schutz besonders gefährdeter Menschen im persönlichen Umfeld.
Für wen empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Influenza-Impfung insbesondere für bestimmte Personengruppen. Dazu gehören:
- Menschen ab 60 Jahren
- Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen
- Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen
- Schwangere
- Menschen mit erhöhtem beruflichem oder persönlichem Ansteckungsrisiko
Für Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO einen inaktivierten Hochdosis-Impfstoff oder einen MF-59-adjuvantierten Influenza-Impfstoff. Beide Varianten sollen einen verbesserten Impfschutz in dieser Altersgruppe ermöglichen.
Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, betonte die Bedeutung der Impfung für die Gesundheitsvorsorge. Sie helfe dabei, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und die Weiterverbreitung der Influenza einzudämmen.
Gesundheitsamt rät zur ärztlichen Beratung
Auch Klaus Friedrich, Leiter des Gesundheitsamts Nürnberg, appelliert an die Bevölkerung, die bestehenden Impfempfehlungen ernst zu nehmen. Menschen, die unsicher sind, ob eine Grippeimpfung für sie sinnvoll ist, sollten sich ärztlich beraten lassen.
Ein Gespräch mit dem Hausarzt bietet zudem Gelegenheit, den allgemeinen Impfstatus zu überprüfen. Dabei können auch weitere Impfungen angesprochen werden, beispielsweise gegen RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) oder Pneumokokken. Ob diese Impfungen im Einzelfall empfohlen werden, hängt unter anderem vom Alter, dem Gesundheitszustand und den geltenden Empfehlungen ab.
Die Stadt Nürnberg orientiert sich bei ihren Hinweisen an den Empfehlungen der STIKO.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung?
Nach Angaben der Stadt dauert es etwa zwei Wochen, bis sich der Impfschutz nach einer Grippeimpfung aufgebaut hat. Deshalb kann eine Impfung bereits im Herbst sinnvoll sein, bevor die Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht.
Auch wer den empfohlenen Zeitpunkt verpasst hat, kann sich später in der Grippesaison noch impfen lassen. Da sich Influenzaviren von Jahr zu Jahr verändern, wird der Impfstoff regelmäßig angepasst. Eine jährliche Impfung ist deshalb wichtig, um den Schutz auf dem aktuellen Stand zu halten.
Weitere Informationen zur Grippeschutzimpfung und zu den geltenden Empfehlungen bietet das Robert Koch-Institut. Hinweise zum Thema Impfen finden sich außerdem auf dem Informationsportal infektionsschutz.de.

